| Institut für Gesundheit, Sicherheit und Ergonomie im Betrieb |
 |
 |
Newsletter Dez 2011: Mehr zu Arbeit, psychischer Belastung und Stress
|
|
|
| |
1. Staatspreis für Arbeitssicherheit 2011 für Ergo Guide-Projekt
Ergonomie ist bei der Baxter AG mit fast 4.000 Beschäftigten eine fixe Größe |
|
| |
Vor mehr als 10 Jahren hat die Baxter AG die humanware GmbH beauftragt, dieses Projekt zu entwickeln. In Kooperation mit Ergonomen der AUVA wurden seither fast 300 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen flächendeckend im Rahmen eines maßgeschneiderten Ergonomie-Trainings zu Ergo Guides ausgebildet. Seither wurden von Ergo Guides zahlreiche arbeitsplatzbezogene Ergonomie-Initiativen wie Beratungen, Analysen und Verbesserungsprojekte umgesetzt. Die Hälfte bezog sich auf Verbesserungsmaßnahmen im Bereich Stütz- und Bewegungsapparat.
Mittlerweile ist es für jede Führungskraft wichtig, die Unterstützung von einem Ergo Guide zu haben. Der Konzern mit weltweit ca. 46.000 Beschäftigten möchte dieses Konzept auch in seinen 250 Niederlassungen nach dem österreichischen Muster implementieren.
Dieses Projekt bzw. die Baxter AG hat damit den 1. Platz bei der Verleihung des Staatspreises für Arbeitssicherheit 2011 von Minister Hundstorfer überreicht bekommen.
Mehr zum Staatspreis (Fotos, Videos, Preisträger, etc.) >>
Mehr zum Ergo Guide-Projekt >>
|
|
|
| |
2. Ergebnisse der Erhebung „Ich mess den Stress“
Belastungen, Befinden und Arbeitszufriedenheit bei 4000 Befragten verschiedener Branchen |
|
| |
23 % aller Befragten fühlen sich durch das Raumklima beeinträchtigt. Mehr als 60 % der Personen in Erziehungs- und Unterrichtsberufen belastet Lärm. Die besten Werte bei psychischen Belastungsfaktoren (IMPULS-Test) weisen die Gesundheits- und Sozialberufe auf. Das sind drei Beispiele aus den Ergebnissen der Befragung.
Julia Steurer hat diese Studie im Auftrag und in Zusammenarbeit mit der humanware GmbH als Diplomarbeit an der Universität Wien (Fakultät für Psychologie) durchgeführt. Das Projekt wurde dankenswerterweise von AK und ÖGB mit Informationsarbeit und Bewerbung unterstützt und 2011 abgeschlossen.
Mehr als 4.000 Personen haben sich an der Online-Befragung „Ich mess den Stress“ beteiligt. Es wurden Daten zu psychischen Belastungen (Zusammenarbeit, Arbeitsmenge, Arbeitsumgebung, Handlungsspielraum, Information, …), physischen Belastungen (Lärm, Licht, Arbeitsstoffe, Bewegungen, … ), Arbeitszufriedenheit (Führungskraft, KollegInnen, Entwicklung, … ) und zu Befinden / Gesundheit (Lebensgefühl, Erholung, körperliche Beschwerden, … ) erhoben und ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen unterschiedliche Belastungsprofile nach Branchen und Gruppen (Schicht / Nicht-Schicht, Führungskraft / MitarbeiterIn).
Mehr Details zu den Ergebnissen finden Sie hier: IchMessDenStress-AKErgebnisse.pdf
|
|
| |
3. Evaluierung arbeitsbedingter psychischer Fehlbelastungen
Mehr Informationen, Unterlagen, Seminare, Baukasten zum Vorgehen |
|
| |
Seit Anfang 2011 steht ein Leitfaden zum Vorgehen bei der Evaluierung arbeitsbedingter psychischer Belastungen auf der Website der Arbeitsinspektion zur Verfügung, der in einer Projektgruppe aus ArbeitsinspektorInnen (Leitung: Dr. Elsbeth Huber) und Arbeitspsychologinnen (Leitung: Mag. Martina Molnar) entwickelt wurde und auch den Betrieben Information zu diesem Thema bietet.
Akteure im ASchG-Kontext stellen dazu Fragen, suchen Antworten und möchten praktische Lösungen. Hier einige Hinweise:
Fortbildung
Das Forum Prävention der AUVA wird sich im Mai 2012 mit diesem Thema beschäftigen.
Fachausbildungsstellen haben bereits 2011 Seminare dazu durchgeführt (humanware GmbH), haben Fortbildungsangebote zu diesem Thema laufen (Österreichische Akademie für Psychologie ) oder planen welche für 2012 (z.B. Österreichische Akademie für Arbeitsmedizin, TÜV Austria Akademie GmbH, …).
Publikationen
Informationen zum Thema „psychische Belastungen“ sind auf der Website der Arbeitsinspektion im BMASK zu finden: www.arbeitsinspektion.gv.at
Auf zwei meiner Texte möchte ich Sie in diesem Zusammenhang hinweisen:
- Psychische Belastungen: Evaluierung – Vorbeugung – Arbeitsgestaltung. In: Ausbildung zur Sicherheitsfachkraft. 5. Auflage. Bohmann-Verlag, 2010.
- Evaluierung arbeitsbedingter psychischer (Fehl-)belastungen. Praktische Bedeutung des Leitfadens für die Arbeitsinspektionen. In: Handbuch ArbeitnehmerInnenschutzgesetz.
Weka-Verlag, 2011, i.E.
Das Thema ist auch in Deutschland aktuell und auch hier gibt es eine Reihe von Unterlagen dazu, beispielsweise diese:
- Holm M., Geray M.: Integration der psychischen Belastungen in die Gefährdungsbeurteilung. Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Hg.), Dortmund , 2011
www.inqa.de (PDF)
- Joiko K., Schmauder M., Wolff G.: Psychische Belastung und Beanspruchung im Berufsleben:
Erkennen – Gestalten. Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Hg.),
Dortmund, 2010
www.baua.de (PDF)
Tools
Die bereits in die Jahre gekommene Broschüre samt Erhebungsverfahren zur Evaluierung psychischer Belastungen der AUVA(Molnar &Friesenbichler, 1999) wird gerade vom Autorenteam speziell für die Zielgruppe Kleinbetriebe überarbeitet und testtheoretisch geprüft (Diplomarbeit Maria Prinkel) und bis Ende 2012 neu verfügbar gemacht.
Methoden und Verfahren sind zwar wichtig (Hinweise zu Verfahren finden Sie auf den Seiten 14 bis 16 des Arbeitsinspektionen-Leitfadens). Bedenken Sie, dass nur die Verfahren geeignet sind, die psychische Belastungen (=Einwirkungen von außen) durch Arbeitsbedingungen gemäß den vier Dimensionen laut Leitfaden Seite 10 (Arbeitsaufgaben und Tätigkeiten, Sozial- und Organisationsklima, Arbeitsumgebung, Arbeitsabläufe und Arbeitsorganisation) erfassen. Bei der Evaluierung werden keine individuellen Auswirkungen (=potentielle Beanspruchungsfolgen wie Befinden, Zufriedenheit, Burnout, Depression, Schlafstörungen, gesundheitliche Beeinträchtigungen) ermittelt.
Viel mehr Aufmerksamkeit als die Frage der geeigneten Methode sollte aber in die Ableitung und Umsetzung geeigneter Maßnahmen zur Reduktion von psychischen Fehlbelastungen fließen (ursachenbezogen, kollektiv wirksam nach § 7 ASchG).
Anfang 2012 wird Ihnen dieser Newsletter weitere Informationen, Unterlagen, Tipps für Seminare sowie einen Baukasten zum Vorgehen bei der Evaluierung psychischer Fehlbelastungen zur Verfügung stellen. |
|
| |
4. Präventionslernspiel „Prima Klima GmbH“ bei der A+A
Das Produkt findet in Deutschland Fans und war Gegenstand einer Studie
|
|
| |
Ziel des von der AUVA und dem BMASK herausgegebenen (und von der humanware GmbH umgesetzten) Spiels ist es, am Beispiel der Arbeitsbedingungen verschiedener Wettergottheiten zu den Themen Arbeit und Gesundheit spielerisch ins Gespräch zu kommen, Problembewusstsein zu schaffen und Vorbeugemöglichkeiten gegen Fehlbelastungen kennenzulernen.
Bei der Fachmesse A+A 2011 (Persönlicher Schutz, betriebliche Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit) hat die engagierte Deutsche Ergonomin Hildegard Schmidt das Lernspiel zahlreichen interessierten Personen vorgestellt. Die AUVA hat danach viele Bestellungen aus Deutschland erhalten.
Die Lerneffekte von Prima Klima GmbH wurden im Rahmen von zwei Diplomarbeiten an der Universität Wien (Fakultät für Psychologie) von E. Schlegel und E. Wiesmüller untersucht. Hier ist eine Zusammenfassung ihrer Ergebnisse.
Sie können das Lernspiel "Prima Klima GmbH" nach wie vor kostenlos auf www.prima-klima-gmbh.at bestellen.
Wir wünschen Ihnen noch einen guten Jahresabschluss,
erholsame und schöne Feiertage
und einen guten Jahresbeginn 2012!
Mag. Martina Molnar
Geschäftsführung
|
|
|
| |
| |
| |
Dieser Newsletter wurde an [email] gesendet. Dieser Newsletter wird Ihnen ausschließlich mit Ihrem Einverständnis zugesandt. Wollen Sie diesen Newsletter in Zukunft nicht mehr erhalten, klicken Sie bitte hier:
[UNSUBSCRIBE].
IMPRESSUM
gem. §25 Mediengesetz sowie Anbieteridentifizierung gem. § 5 Abs 1 E-Commerce-Gesetz
Medieninhaber, Herausgeber, Hersteller und Redaktion
humanware GmbH
Institut für Gesundheit, Sicherheit und Ergonomie im Betrieb
1080 Wien, Pfeilgasse 8/5
Tel: +43 (1) 526 02 88
E-mail: humanware@humanware.at
Internet: www.humanware.at
[CONTENT]
|
|
|
|
|